Jörg Döring - Kunstwerke

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Mit seinen ikonischen, stark narrativ geprägten Werken gehört Jörg Döring zu den prominentesten Vertretern der zeitgenössischen deutschen Pop Art. Dabei bewegt sich der Düsseldorfer nur scheinbar in einem stilistischem Kontinuum; muten seine Motive auf den ersten Blick bekannt und eingängig an, so offenbaren sie durch völlig neue Kontextualisierungen und eine einzigartige Materialsprache plötzlich bislang unbekannte Seiten.

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FancyPics gibt Einblick in den beeindruckenden Schaffenskosmos von Jörg Döring; und bietet eine exklusive Auswahl aus seiner Werkreihe „CLT - Crazy Litte Things“, die im handlichen Format von 25 x 30 cm (Auflage 99) gehalten sind und sich somit sowohl als Einzelstück wie auch als Multiples für eine individuelle Installation eignen. Daneben offeriert FancyPics auch Editionen im Format 40 x 40 cm, die in einer Auflage von 49 Stück erscheinen. 

Es sind Personen und Phänomene der Popkultur, die Jörg Döring in seinen Arbeiten zitiert und sowohl zeitlich als auch formalästhetisch neu besetzt. Dem Retro-Appeal seiner Bildwelten um Schauspielikonen wie Steve McQueen, Romy Schneider, Brigitte Bardot und James Dean setzt er dank modernster Reproduktions- und Collagetechniken eine futuristische Vision entgegen - und gibt sie so der Zeitlosigkeit preis. Gleichzeitig bricht er ihre vordergründige Makellosigkeit durch virtuose Materialclashs, wo das reine Motiv hinter Aquarellier- und Verfremdungseffekten sowie wahlweise opaken oder pastosen Elementen zurücktritt. Döring geht es mehr um das „Wie“ als um das „Was“; und so werden Materialität und die stilisierte Oberfläche zu den wahren Protagonisten seiner komplexen Bildwelten.

Mixed Media: Epoxid und Öl

Diese Komplexität ist nicht nur der inhaltlichen Fülle und dem hohen Narrationsgehalt seiner Bilder geschuldet, sondern auch Dörings Spiel mit Techniken und Codices. Der foto- bis hyperrealistischen Motivik stellt er mal mehr, mal weniger strukturierte Farbfelder, hintergründige Typografien und dramatische Lichtschattierungen zur Seite – was zu einer Verschmelzung von Figürlichkeit und Abstraktion führt und einmal mehr die gängige Konnotation des Motivs in Frage stellt. Dazu mixt, respektive remixt er Collage- und Multilayertechniken mit Siebdruck, Ölmalerei, Dripping und einem von ihm spezialisierten Verfahren auf Basis von Epoxidharz. 

Diese Mixed Media-Technik gipfelt in vielschichtigen, dynamischen Texturen, die eine starke Haptik und Sinnlichkeit ausstrahlen. Und immer wieder aufregend neu erscheinen.  

Dabei geht es Jörg Döring nicht um schiere Bombastik oder kalkulierte Effekte: Vielmehr dient ihm die opulente Komposition aus verschiedenen, mitunter diametral gesetzten Techniken und Genres – Pop Art und Ölmalerei, Fotorealismus und Collage, Siebdruck und Drippingtechnik – dazu, ein illusorisches Konstrukt zu schaffen, das auf der geschickten Variation und Neuinterpretation bekannter und bewährter Elemente fusst. So wird das Prinzip des „same, same“ bewusst aufgenommen, um es dann durch technische Capricen, stilistische Grenzüberschreitungen und ungeahnte Zusammenhänge zu brechen und in neue Codices zu überführen. Und damit um die Essenz des „but different“ zu erweitern.

Celebrities & Comichelden

Zu Dörings Motivrezitationen gehören auch offensive Bikini-Schönheiten und Frauen in klassischen Pin-up Posen. Doch es ist nicht deren physische Perfektion, die Jörg Döring hier fokussiert; mit seinen gezoomten, stark vergrößerten Frauenantlitzen und Bodyparts, die in ihrer Detailschärfe, Belichtung und Tiefenwirkung fast irreal und ästhetisch komplett überzeichnet wirken, hinterfragt Döring die gängige, von der Werbung und den Medien propagierte Rezeption von Schönheit. Und etabliert hier en passant eine malerische Form der Augmented Reality, wo die Überhöhung zum vorherrschenden Parameter wird. Damit werden seine Frauenfiguren zu Illusionsgeschöpfen, entkoppelt von der Realität und jedweden Ansprüchen des Betrachters. Vielmehr sind sie selbstbestimmte Protagonistinnen in ihrer eigenen, artifiziell geschaffenen Welt. 

Auch Comichelden wie Mickey Mouse, Pink Panther und Snoopy entziehen sich bei Jörg Döring herkömmlichen Kategorisierungen und ihrer fixierten Bedeutung für die Popkultur. Stattdessen fungieren sie als Botschafter philosophischer Weisheiten, Mahner am Zeitgeist oder Sidekick für den Godfather of Pop, Andy Warhol. Wobei Döring die Frage aufwirft, wer hier das artifiziellere Geschöpf darstellt...

Jörg Döring lebt und arbeitet in Meerbusch/Düsseldorf. Seine Werke sind in zahlreichen internationalen Privatsammlungen vertreten und wurden bereits auf der Art Karlsruhe, der Red Dot Art Fair/Miami und der Art Fair in Köln präsentiert. In seiner seit 1986 währenden Karriere als freischaffender Künstler wurden ihm bislang über 250 Galerieausstellungen auf der ganzen Welt gewidmet, darunter in London, Zürich, Paris, Neu-Delhi und Los Angeles.