Bei Editionen lohnt sich ein genauer Blick auf die Angaben am Werk. Signatur, Nummerierung und Auflage gehören häufig zusammen, bedeuten aber nicht dasselbe. Deshalb weisen wir diese Merkmale bei jeder Arbeit einzeln aus.
Handsigniert und drucksigniert
Handsigniert bedeutet, dass der Künstler das einzelne Exemplar persönlich signiert hat. Die Signatur kann sich auf der Vorderseite, auf der Rückseite oder am Rand des Werks befinden.
Bei einer Drucksignatur ist die Signatur bereits Teil des gedruckten Motivs. Sie wurde also nicht auf jedes Exemplar einzeln gesetzt. Auch eine drucksignierte Edition kann offiziell vom Künstler oder vom Herausgeber autorisiert sein.
Nummerierte und nicht nummerierte Editionen
Viele limitierte Editionen tragen eine Nummer wie 12/60. Sie zeigt, zu welcher Auflage das Werk gehört und welches Exemplar angeboten wird.
Nicht jede limitierte Edition wird jedoch einzeln nummeriert. Offene Editionen tragen üblicherweise keine Bruchnummer, weil ihre Gesamtauflage nicht im Voraus festgelegt wurde. Nummerierung, Auflage und Signatur sollten deshalb immer getrennt betrachtet werden.
Artist Proof und E.A.
Artist Proof, meist mit AP gekennzeichnet, bezeichnet ein Künstlerexemplar außerhalb der regulär nummerierten Auflage. Bei europäischen Editionen findet sich dafür auch die Bezeichnung E.A.
Solche Künstlerexemplare sind nicht automatisch wertvoller als regulär nummerierte Arbeiten. Entscheidend sind das konkrete Werk, sein Zustand, seine Dokumentation und die Nachfrage.